Geschichte von 1924 bis 1944

Einige Mitglieder des damaligen kath. Jünglingsvereins in Werden knüpften 1924 an die bis 1914 bestehende Blaskapelle ihres Vereins an. Alte,teils reparaturbedürftige Instrumente lagerten noch bei einem Vorstandsmitglied. Ohne Vorkenntnisse, aber mit Eifer begaben sich die etwa 20 jungen Musiker unter der Leitung des ehem. Militärmusikers Wilh. Gerlach aus Kettwig ans Werk und konnten 1926 im Festzug zum 50jährigen Bestehendes Jünglingsvereins erstmals auftreten – mit einem Repertoire von 3 Märschen.

Bald folgten kleinere Konzerte, man wirkte bei Prozessionen und Festzügen auch außerhalb Werdens mit.

Bei einem der ersten Auftritte in den Gründungsjahren

Neujahrskonzert am Katholischen Krankenhaus in Werden am 1. Januar 1934 

Das „Kath. Pfarrorchester St. Ludgerus Essen-Werden“, wie es sich seit Beginn der 30er Jahre nannte, wuchs stetig – auch musikalisch. Als es 1939 zwangsweise unter dem Namen „Werdener Blasorchester“ in die Reichsmusikkammer eintreten musste, zählte der Verein bereits 37 Musiker.

Kurz nach dem Konzert zum Gründungsfest 1934 in der ersten Uniform

 Familienausflug ins Sauerland

Doch nicht nur die Nazis machten ihnen das Leben damit schwer, dass jedes noch so kleine Ständchen von der Reichsmusikkammer und der Polizei genehmigt werden musste und die Anträge bisweilen auch abgeschmettert wurden; auch das Erzbistum Köln verbot damals noch die Musik von Blasorchestern in Gotteshäusern. So beschränkten sich die Aktivitäten des Orchesters auf Konzerte und Karnevalssitzungen, auf Ständchen, Prozessionen und Festzüge. Musste die 1929 angefertigte Uniform in der NS-Zeit anfänglich schon demontiert werden, so folgte 1936 das völlige Uniformverbot – denn dann hatte es nur noch eine zu geben. Bis Ende 1943 konnte die Orchestertätigkeit aufrechterhalten werden. 

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